Vor der Berliner Mauer

Die Mauer

Im Juni 1961 erklärte der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, mit schnarrender Stimme und leicht beleidigtem Tonfall: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

Zwei Monate später, am 13. August 1961, offenbarten sich diese Worte als kalkulierte Lüge. In den frühen Morgenstunden begannen Arbeiter damit, Straßen aufzureißen, U-Bahn-Linien zu sperren und die Mauer zu bauen. Berlin wurde zerrissen. Offizielle Begründung: „Zur Unterbindung der feindlichen Tätigkeit der revanchistischen und militaristischen Kräfte Westdeutschlands und West-Berlins …“ Die Wahrheit: Der jungen DDR liefen die Einwohner in Scharen davon, also sperrte das Land seine Bürger ein.

Mehr als 100.000 Menschen versuchten bis zum Fall der Mauer am 9. November 1989 zu fliehen. Wie viele von ihnen dabei umkamen, entweder durch Grenzsoldaten ermordet, in Tunneln erstickt oder in Flüssen ertrunken, ist bis heute nicht völlig geklärt. Zweifelsfrei belegt sind bisher nur die Schicksale von 125 Mauertoten.

Gesamtlänge der Mauer (um Westberlin): 155 km
Länge der innerstädtischen Mauer: 43 km
Anzahl Beobachtungstürme: 302
Anzahl Bunker: 20

 

InterContinental Life Tipp:

Besuchern, die ihren Aufenthalt in Berlin nutzen möchten, um die Geschichte der ehemals geteilten Stadt zu erkunden, empfiehlt Chef Concierge Mario Weihrich:

„Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Berliner Mauerweg. Er führt 160 Kilometer lang um Westberlin und folgt genau dem Verlauf der ehemaligen Grenze. Radfahrer und Wanderer finden hier Mauerreste und andere Spuren der Abriegelung, zugleich führt der Mauerweg durch eine Landschaft, die besonders im Frühling bezaubert. An mehr als 40 Stationen erhalten die Wanderer mehrsprachige Informationen über die Teilung Deutschlands, den Bau und den Fall der Berliner Mauer. Mit Fotografien und Texten werden Ereignisse geschildert, die sich am jeweiligen Standort zugetragen haben.

Der Berliner Mauerweg ist in 14 Etappen gegliedert. Sie sind zwischen 7 und 21 Kilometer lang; Anfang- und Endpunkt aller Etappen kann man mit dem öffentlichen Nahverkehr bequem erreichen. Fahrräder können in S-, U- und Regionalbahnen mitgenommen werden.“

 

InterContinental Berlin, Tel.:+49 (0)30 26 02 0
berlin.intercontinental.com

 

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