
Hamburger Hafengeburtstag an Bord der Cap San Diego
Da liegt sie. Elegant geformt, der Inbegriff eines klassischen Frachtdampfers mit glänzend weißen Aufbauten und Masten. „Die weißen Schwäne des Südatlantiks“ nannte man sie und ihre Schwestern. Doch nur sie, die Cap San Diego, konnte sich hinüber in die Neuzeit der Schifffahrt retten. Besser gesagt: Sie wurde gerettet. Nun liegt sie im Hamburger Hafen, das einzige fahrtüchtige zivile Museumsschiff der Welt.
Einen ihrer großen Auftritte hat die Grand Dame während des Hamburger Hafengeburtstags (8. bis 10. Mai 2009). Leinen los, Diesel halbe Kraft voraus – so läuft die Cap San Diego mit ihren Passagieren Richtung Elbmündung aus. Wer je mitfuhr, wird es nie vergessen. Kein Vergleich mit den summenden, gleitenden modernen Schiffen. Der Pulsschlag ihres Dieselmotors ist überall zu spüren, ursprünglicher und direkter ist hier das Treffen mit den Elementen. Zur großen Einlaufparade, dem Hochamt maritimer Leidenschaft, kehrt sie zurück. Im Schwarm mit Windjammern, Fregatten, Kreuzfahrtriesen, Schleppern und Segelbooten. Hunderttausende säumen staunend, manche ergriffen, manche jubelnd, die Kais, Strände und Straßen. Hafengeburtstag an Bord der „Cap San“, wie sie in der Hansestadt kurz genannt wird – Neptuns exklusivster Logenplatz, fernab vom Gedränge.
Vom 15. bis 26. Mai geht sie dann auf einen Törn von Hamburg über Cuxhaven, Bremerhaven und Bremen zurück in die Hansestadt. Auch diese Fahrt ist großes Matrosen-Kino. Wenn dann am Horizont der Hamburger Michel auftaucht, die Möwenschwärme kreischend um die Masten taumeln und am Willkommenshöft traditionell die Hymne „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“ das ankommende Schiff begrüßt, ist es auch um die Seelen hartgesottener Alpenfans geschehen.
InterContinental Hamburg, Tel.: +49 (0)40 41 42