Bukarest

Es war einmal ein Eiserner Vorhang ...

Vor 20 Jahren stürzten die Bürger Rumäniens das diktatorische Regime des Landes. Jetzt, im Jubiläumsjahr der Demokratie, steht die Hauptstadt ganz im Zeichen der jüngeren Geschichte ...

Es ist genau acht Minuten nach zwölf an diesem 22. Dezember 1989, als der rumänische Diktator Nicolae Ceausescu und seine Frau Milena im letzten Moment mit dem Hubschrauber vom Dach des ZK-Gebäudes im Stadtzentrum von Bukarest fliehen können. Unten dringt eine von den Sicherheitskräften nicht mehr zu kontrollierende Menge ins Foyer und stürmt das Gebäude. Die Revolution ist auf ihrem Höhepunkt. Das Volk drängt zur Freiheit. Um 13 Uhr fällt die Trutzburg des Staatsfernsehens. Das sendet am Nachmittag auch vom Platz vor dem ehemaligen Königspalast, wo plötzlich Schüsse fallen, obwohl das Militär längst die Seiten gewechselt hat. Bis zum 27. Dezember sterben mehr als 1.100 Menschen im rumänischen Freiheitskampf.

Wer an den Fall des eisernen Vorhangs denkt, dem kommen zuerst die friedlichen Proteste der DDR-Bürger in Leipzig, Dresden oder Magdeburg in den Sinn und die Soldaten, die an den ungarischen Grenzanlagen den Stacheldraht zerschneiden. Kaum einer erinnert sich an die blutigen Tage in Rumäniens Hauptstadt. Nur die letzten Fernsehbilder des schließlich hingerichteten Diktator-Ehepaars haben im Ausland im Gedächtnis der Menschen überlebt.

Rumänien hat sich seit Ende des Kommunismus vor 20 Jahren stark verändert, ist seit 2007 Mitglied der europäischen Union und mehr denn je Schmelztiegel der Kulturen und Ethnien. Bukarest mit seiner 550-jährigen Stadtgeschichte ist wieder erblüht und zum touristischen Zentrum zwischen Karpaten und Schwarzem Meer geworden.

Vom 17. bis 25. Dezember feiert die Metropole mit Straßenfesten ihre Befreiung von der Diktatur und erinnert in Ausstellungen an die Revolution im Jahr 1989. Das InterContinental Bukarest hat zu diesem Anlass ein insider-Paket arrangiert: Frauen und Männer, die selbst an den Freiheitskämpfen beteiligt waren, führen Gäste durch die Relikte der kommunistischen Herrschaft und an die Schauplätze der Befreiungskämpfe – wenn erwünscht, auch zum Grab des Tyrannen Nicolae Ceausescu.

InterContinental Bukarest, Tel.: +40 21 310 20 20
www.intercontinental.com/bucharest

DZ ab 127,– EUR

(Preis pro Doppelzimmer und Nacht inkl. Frühstück für 2 Personen. Der Preis kann je nach Anreisedatum variieren, da er sich nach Angebot und Verfügbarkeit versteht und mit limitierten Kontingenten hinterlegt ist.)