Hamburg

Rückkehr des Pharao

Die spektakuläre Ausstellung über den legendären Pharao Tutanchamun und dessen Grabkammern gastiert vom 1. Oktober bis 31. Januar 2010 in Hamburg – angeblich fluchfrei.

Die feierliche Öffnung der Vorkammer zum Grab Tutanchamuns am 29. November 1922 durch den archäologen Howard Carter war das erste große Medienereignis der Ägyptologie. Reporter aus aller Welt und hunderte Schaulustiger pilgerten ins Tal der Könige, um dabei zu sein, wie der britische Forscher nach sieben Jahren mühevoller Grabungsarbeit seine Karriere krönte.

Was Carter im Wüstensand fand, überstieg alle Erwartungen. Mehr als 5.000 Grabbeigaben ließ er aus dem Untergrund hervorholen, schließlich den fünffachen Sarkophag des Pharao. Mit dem Fund löste Carter weltweit eine wahre „Tutmanie“ aus.

Und sein Mythos lebt weiter. Und wie. Die Ausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“ begeisterte bereits in Zürich und in München zehntausende, jetzt macht sie für vier Monate Halt in Hamburg in der alten Post am Stephansplatz (Dammtorwall 4). Die Ausstellung bildet die drei Grabkammern des Pharao in Originalgröße nach. Über 1.000 monatelang hergestellte Repliken tragen das goldene Zeitalter der Pharaonen in die Moderne.

Das Betreten der kopierten Grabkammern wird für die Besucher in Hamburg wahrscheinlich weitaus ungefährlicher als für Howard Carter und seine Leute. Von den 26 bei der Graböffnung anwesenden Personen starben sechs innerhalb der nächsten zehn Jahre, zum Teil unter mysteriösen Umständen. Als erster segnete Lord Carnarvon das Zeitliche. er hatte die Ausgrabungen mitfinanziert und war bei den Öffnungen von Grab und Sarkophag mit von der Partie gewesen. „Der Tod soll den mit seinen Schwingen erschlagen, der die Ruhe des Pharao stört“, stand angeblich auf einer Tontafel, die zu Füßen der Grabwächterstatuen im Vorraum des Grabes gefunden wurde. Howard Carter selbst soll die Tontafel an sich genommen und vergraben haben.

Zwar wurde immer wieder versucht, den Fluch des Pharao als Spinnerei abzutun. Doch immer wieder nährten neue Ereignisse den Glauben an den Bannstrahl des ägyptischen Regenten. Da in Hamburg nur Nachbildungen des Grabes gezeigt werden, ist der Besuch angeblich völlig ungefährlich.

InterContinental Hamburg, Tel.: +49 (0)40 / 41 42 0
www.hamburg.intercontinental.com

DZ ab 155,– EUR

(Preis pro Doppelzimmer und Nacht inkl. Frühstück für 2 Personen. Der Preis kann je nach Anreisedatum variieren, da er sich nach Angebot und Verfügbarkeit versteht und mit limitierten Kontingenten hinterlegt ist.)